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Siegerweine des Swiss Vintage Award 2025 sorgten in London für Begeisterung. (Bild José Vouillamoz)

Mémoire-Weine im Rampenlicht der Swiss Wine Week in London

9. November 2025 / Dr. José Vouillamoz

 

Die zweite Ausgabe der Swiss Wine Week in London (GB) hat erneut das grosse Interesse an Schweizer Weinen auf internationaler Ebene gezeigt.


Am 9. November hatte ich das Privileg im renommierten «67 Pall Mall» zwei Meisterklassen zu leiten, die bei einem Publikum aus Londoner Fachleuten und Meinungsbildnern grossen Anklang fanden. Dieser private Club wurde von Weinliebhabern für Weinliebhaber gegründet. Der Schweizer Ableger des «67 Pall Mall» in Verbier/VS ist Mitglied der Mémoire-Restaurants.

 

Die erste Meisterklasse war dem hundertjährigen Jubiläum der Syrah-Traube im Wallis gewidmet und erinnerte daran, dass der erste Syrah-Jahrgang dort im Jahr 1921 produziert wurde. Anhand von sechs emblematischen Weingütern – Domaine Marie-Thérèse Chappaz, Domaine Jean-René Germanier, Domaine des Muses, Histoire d’Enfer, Cave des Amandiers und Christophe Abbet – verdeutlichte diese Verkostung die bemerkenswerte Harmonie zwischen der Syrah-Traube und den Terroirs des Wallis (fett gedruckt Mémoire-Mitglieder). Die vorgestellten Weine unterstrichen die alpine Frische der Walliser Syrahs, die es mit vielen international renommierten Syrah-Weinen aufnehmen können, und einige reife Jahrgänge (2013, 2017, 2018 oder 2020) bestätigten die bemerkenswerte Lagerfähigkeit der Walliser Syrahs.

 

Apropos Reifepotenzial von Schweizer Weinen: Die zweite Meisterklasse nahm für das Mémoire des Vins Suisses einen besonderen Stellenwert ein, da sie die acht Preisträger der Swiss Vintage Awards 2025 vereinte, die alle aus dem Jahrgang 2015 stammten. Diese Auswahl repräsentierte alle grossen Weinbauregionen der Schweiz und zeigte das unbestreitbare Potenzial gereifter Schweizer Weine, sowohl für Weiss- als auch für Rotweine. 

 

Die verkosteten Weine deckten eine breite Palette von Rebsorten ab: Chasselas (Château de Châtagneréaz, Waadt), Pinot Blanc (Weingut Bad Osterfingen, Deutschschweiz), Sauvignon Blanc (Domaine Les Hutins, Genf), Chardonnay (Château d’Auvernier, Drei-Seen-Region), Pinot Noir (Pinot R(h)ein, Deutschschweiz), Cornalin (Histoire d’Enfer, Wallis), Syrah (Domaine Jean-René Germanier, Wallis) und Merlot (Azienda Mondò, Tessin) (fett gedruckt Mémoire-Mitglieder und Schatzkammer-Weine). Zu jeder Rebsorte hatte ich das Vergnügen, ihre Geschichte, ihre Herkunft und ihren Stammbaum sowie ihren preisgekrönten Produzenten vorzustellen.

 

Diese Meisterklasse bot auch die Gelegenheit, das 2002 gegründete Mémoire des Vins Suisses mit seiner einzigartigen Mission vorzustellen: das Reifepotenzial von Schweizer Weinen aufzuzeigen. Mit 59 Weingütern, die jeweils für einen ihrer Weine ausgewählt wurden, einem Netzwerk von Partnerrestaurants und zahlreichen Experten ist das Mémoire eine Referenz für den Schweizer Weinbau. 

 

Ohne die Unterstützung des Mémoire, der Vins du Valais, der Swiss Wine Connection und der Swiss Wine Promotion hätten diese Meisterklassen nicht organisiert werden können. Deren Engagement ermöglichte es, die Vielfalt und Exzellenz der Schweizer Weine in London bekannt zu machen.