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Schweizer Weinvielfalt
Mit 14'569 Hektar ist die Rebfläche eher bescheiden. Dennoch bietet sie einen enormen Reichtum, der eine aussergewöhnliche Vielfalt an Schweizer Weinen zur Folge hat. Das liegt an den unterschiedlichen Terroirs (Kalk, Sandstein, Granit, Steillagen und Schwemmland), den einzigartigen Mikroklimata (alpin bis mediterran, Einflüsse der Seen) und autochthonen Rebsorten (Amigne, Petite Arvine, Cornalin, Humagne Rouge). Nicht zu vergessen sind die vielen, gut ausgebildeten Winzerinnen und Winzer, die den helvetischen Weinbau mit neuen Ideen beleben.
Mikaël Grou ist «Bester Sommelier der Schweiz»
4. und 5. April 2025 / Anick Goumaz, Gabriel Tinguely

Der Chef-Sommelier des Restaurants Le Chat Botté im Hotel Beau-Rivage in Genf, wurde an der Fachhochschule für Weinbau und Önologie in Changins/VD zum besten Sommelier der Schweiz gekürt. Mikaël Grou wird den von der Association Suisse des Sommeliers Professionnels ASSP vergebene Titel für zwei Jahre tragen – bis zur nächsten Austragung des Wettbewerbs. Insgesamt nahmen 15 Kandidatinnen und Kandidaten aus der ganzen Schweiz teil.
Im aussergewöhnlichen Finale traten ausnahmsweise vier statt der üblichen drei Kandidaten gegeneinander an, da die Punktzahlen extrem eng beieinander lagen. Jennifer Badino vom Hotel The Chedi in Andermatt/UR, Tony Lécuroux vom Restaurant Port Gitana in Lausanne/VD, Mikaël Grou vom «Chat Botté» in Genf und Domenico Quatela von Manor in Vevey/VD standen sich im Finale gegenüber. Dieses wurde öffentlich ausgetragen und zum ersten Mal live auf YouTube und Instagram übertragen.
Eine renommierte Jury
Die Prüfungen deckten von einem umfangreichen Theorietest über praktische Arbeiten bist zur Degustation alle Bereiche des Berufes. Verantwortlich für den technischen Ablauf war Paolo Basso, Bester Sommelier der Welt 2013, der ein rund 20-köpfiges Jurorenteam leitete. Dieses bestand unter anderem aus Marc Almert, Bester Sommelier der Welt 2019, sowie mehreren ehemaligen Besten Sommeliers der Schweiz wie Fabien Mène, Réza Nahaboo und Ezio de Bernardi. Auch die Präsidentinnen und Präsidenten der regionalen Sektionen der ASSP – Yanna Delière für die Romandie, Aurélien Blanc aus der Deutschschweiz und Anna Valli aus dem Tessin – trugen massgeblich zur Organisation des Wettbewerbs bei.
Meilleur-Sommelier-Wettbewerb als Schaufenster für Schweizer Weine
Sommeliers spielen eine wesentliche Rolle als Botschafter der Schweizer Weine. Mit Ihrem Fachwissen begleiten sie Konsumenten bei der Entdeckung spannender Crus, indem sie die Geschichte der Winzer, der Terroirs und der Rebsorten erzählen. Als privilegierte Vermittler zwischen Produzenten und Konsumenten tragen sie zu Ansehen und Absatz der Schweizer Weine bei. «Swisswine unterstützt den Sommelier-Wettbewerb. Mit einem Podiumsgespräch vermitteln wir Wissen und mit dem Salon de dégustation betonen wir den Reichtum des Schweizer Weinschaffens», erklärt Marine Bréhonnet von Swiss Wine Promotion.
Unterstützt von Mémoire du Vin Suisse
Der Finaltag begann mit einer Debatte über die aktuelle Situation im Schweizer Weinbau und möglichen Zukunftsszenarien. Daran nahmen auch die Mémoire-Vorstandsmitglieder Catherine Cruchon von der Domaine Henri Cruchon in Echichens/VD und Jasmin Schmid von Swiss Wine Promotion in Bern teil.
15 Winzerinnen und Winzer aus allen Landesteilen boten im Rahmen des «Salon de dégustation» ihre Weine zur Verkostung an. Mit dabei waren auch die Mémoire-Mitglieder Gilles Besse von der Cave Jean-René Germanier in Vétroz/VS, Christian Vessaz vom Cru de l’Hôpital in Môtier-Vully/FR und Martin Wolfer aus Weinfelden/TG. «Diese kleine Auswahl bereichert das Angebot und geht auf die Wünsche einer Kundschaft ein, die auf der Suche nach Neuheiten ist», sagte Marine Bréhonnet weiter.
Hier geht es zum Podcast auf Youtube in Französischer Sprache.